Türkisches Generalkonsulat München

Mitteilungen des Türkischen Aussenministeriums

Antwort Vom Sprecher Des Außenministeriums Tanju Bilgiç Auf Eine Frage Bezüglich Des 72. Jahrestages, Hinsichtlich Der Vertreibung Der Krim-tataren , 17.05.2016

FA-14, 17. Mai 2016

Die Krim-Tataren wurden in der Nacht vom 17. Mai auf den 18. Mai im Jahr 1944, durch den Befehl des sowjetischen Führers Stalin, ohne Rücksicht auf Frauen, Kinder, ältere und kranke Menschen zu nehmen und ohne eine Spur zu hinterlassen von ihrer Heimat zwangsweise getrennt und unter unmenschlichen Bedingungen wurden Sie nach Zentralasien, dem Ural und nach Sibirien vertrieben.

Im Schatten von Bajonetten und Gewehren verloren zehntausende von Krim-Tataren auf dieser Todesfahrt mit Güterwagen, wegen Hunger, Durst, Krankheit und Erstickung, ihren Leben. Viele von ihnen verstarben während der Jahre im Exil wegen der Armseligkeit, Unterdrückung und wegen den harten Arbeitsbedingungen, denen sie ausgesetzt waren. Mehr als hunderttausend Krim-Tataren leben heute noch im Exil. Die Wunden von diesen Gräueltaten sind in den Erinnerungen der Krim-Tataren und der Türkei, die während der schwierigen Zeiten seine Artgenossen aufgenommen hat, immer noch frisch.

Durch Russlands illegale Besetzung und Annexion von Krim, wurden die Wunden nach 70 Jahren, seit dem Exil, erneut aufgerissen. Die Krim-Tataren wurden erneut in ihrer Geschichte, die mit Ungerechtigkeiten und Widerständen gekennzeichnet ist, den Unterdrückungs- und Einschüchterungspolitiken ausgesetzt. Das legitime Vertretungsorgan der Krim-Tataren, der Medschlis, wurde durch eine getäuschte Anklage verboten, den politischen Führern wurde die Einreise in die Heimat verboten, die Krim-Tataren, die gegen die Besetzung friedlich Widerstand geleistet haben, wurden durch ungeklärte Täter ermordet und die Medien wurden stummgelegt.

Am Jahrestag des Exils verurteilen wir diese ethnische Säuberung, die in die Geschichte als ein Schwarzes Fleck eingegangen ist und verneigen uns respektvoll in Erinnerung an diejenigen Artgenossen, die während der Exiljahre ihr Leben verloren haben.

Die Türkei wird die Leiden von dieser Gräueltat, die versucht hat eine Nation aus der Geschichte abzuschaffen, nicht vergessen und wird nicht zulassen, dass es vergessen wird und wird die Krim-Tataren bei ihren demokratischen, friedlichen und gerechten Kampf weiterhin unterstützen.