Türkisches Generalkonsulat München

Mitteilungen des Türkischen Aussenministeriums

Pressemitteilung Bezüglich Des Verübten Überfalls An Unser Generalkonsulat In Mosul , 11.06.2014

Nr. 196, 11. Juni 2014


Es ist bekannt, dass die Mitglieder des Islamischen Staates des Iraks (ISIL) sich als Folge ihrer Angriffe in den letzten Tagen eines großen Teiles von Mosul einschließlich des westlichen Teils des Iraks bemächtigten. Die Militanten der ISIL verübten heute Morgen einen Überfall an die Räumlichkeiten unseres Generalkonsulats in Mosul und brachten das Personal unseres Generalkonsulats zu einem anderen Teil der Stadt. Beim Überfall gab es insgesamt 49 Personen in den Räumlichkeiten unseres Generalkonsulats, darunter unser Generalkonsul, unsere Arbeiter im Generalkonsulat und einige Familienmitglieder des konsularischen Personals.

Die Türkei mobilisierte all ihre Mittel um eine sichere Rückkehr unserer Arbeiter in unseres Land zu schaffen. Wir ergriffen in diesem Zusammenhang auch nötige Initiativen bei der irakischen Regierung und erinnerten daran, dass die irakische Regierung eine Verantwortung für die Sicherheit und den Schutz unserer Staatsbürger hat. Zusätzlich ergreifen wir auch die notwendigen Initiativen bei den internationalen Organisationen, einschließlich der Vereinten Nationen und der NATO. S.E. Ahmet Davutoğlu, Minister für auswärtige Angelegenheit der Republik Türkei hat mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen und dem US-Außenminister über diese Frage diskutiert.

Darüber hinaus wurden von der gleichen Gruppe, einunddreißig unserer Staatsbürger in einem Kraftwerk in Gyarah, in der Region von Mosul als Geiseln genommen, deswegen führen wir unsere Anstrengungen auch für die Freilassung unserer Staatsbürger durch.

Die Türkei ist zutiefst besorgt über die aktuelle Situation in dem befreundeten und brüderlichen Irak und hofft auf eine rasche Schaffung von Frieden und Stabilität im Land. Auf der anderen Seite, verurteilen wir zutiefst und nachdrücklich die Angriffe an unsere diplomatische Mission und an unsere Staatsbürger. Unser konsularisches Personal und unsere Staatsbürger müssen sofort freigelassen werden. Jeder muss es verstehen, dass wir während dieser unakzeptierbaren Entwicklungen nicht schweigen werden und dass wir alles Notwendige tun werden.